„Eine Hüpfburg oder den Bratwürstchen-Stand, wie es bei vielen öffentlichen Veranstaltungen üblich ist, wird es bei unseren ‚Öko-Tagen‘ nicht geben. Wir wollen qualitativ und praxisbezogen informieren. Deswegen finden die ‚Öko-Tage‘ auch nicht an öffentlichen Plätzen wie dem Willy-Brandt-Platz statt, sondern auf dem Gelände am „Haus des Handwerks“. Es geht nicht darum, Informationen breit unters Volk zu streuen, sondern gezielt diejenigen zu beraten, die sich gerade aktiv, vielleicht schon über Jahre hinweg, Gedanken über den Hausbau oder eine Renovierung machen.
Die Idee, eine Informationsveranstaltung rund ums ökologische Bauen ins Leben zu rufen, entstand in der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Essen. Doch schnell waren auch sieben weitere Innungen und die Fachgruppe Fliesen von der Idee begeistert. 2007 war es dann soweit: Die ersten ‚Öko-Tage‘ fanden statt. Nachdem im Jahr darauf sogar der WDR berichtete, kamen noch mehr interessierte Besucher zu uns. Im letzten Jahr zum Beispiel waren es rund 2.000.
Die Stärke unserer Veranstaltung liegt in der kompetenten Beratung durch die teilnehmenden Innungsbetriebe. Sie ist umfassend und vor allem neutral. Hier werden keine Verträge direkt unter die Nase gehalten. Wir wollen die Menschen zum ökologisch sinnvollen Bauen und Renovieren bewegen. Aber vielleicht findet der ein oder andere Besucher hier bereits Unternehmen, die ihm später, wenn es mit den Arbeiten ernst wird, seriöse Kostenvoranschläge machen.
Mehrere Fachvorträge und verschiedene Aussteller ergänzen das breite Angebot der 4. ‚Öko-Tage‘ sinnvoll. Ich kann nur sagen, wer an dem Thema ‚Ökologisches Bauen‘ wirklich interessiert ist, sollte am 10. oder 11. September bei der Kreishandwerkerschaft in der Katzenbruchstraße vorbeischauen. Wir freuen uns auf jeden, den wir für dieses Thema gewinnen können.
Die Ausstellungen, die Fachvorträge und die Beratungen sind für die Besucher auch in diesem Jahr nicht mit Kosten verbunden. Nur Zeit sollte man mitbringen, um sich auch ausführlich Rat zu holen.“
„Wir zeigen, wie man Energie sparen kann. Vom Heizen mit der Wärmepumpe, LED-Leuchten bis zur intelligenten Haustechnik – es kann deutlich eingespart werden.“
„Ob Innen-, Außenwände oder Kellerdecken – die Wärmedämmung steht im Mittelpunkt. Durch Calciumsilikat-Platten, ein vorwiegend mine- ralischer Baustoff, lassen sich Außenwände von innen dämmen. Denn nicht immer ist eine Außendämmung möglich. Wir führen auch den richtigen Putz aus. So bleibt die Fassade lange schön.“
„Ökologie und Metallhandwerk passen zusammen. Einige Betriebe haben sich dem Fenster-, Fassaden- und Türenbau verschrieben. Moderne Glasfassaden erfordern Kenntnisse in Luft- und Klimatechnik, auch die Bereiche Solar- und Photovoltaiktechniken spielen eine Rolle.“
„Fliesen und Natursteine sind exzellente Wärmeleiter und verteilen die Wärme gleichmäßig im Raum. Zudem können sie direkt auf die Rohrinstallation einer Warmwasser-Fußbodenheizung verlegt werden, was Bauzeit spart. Möglich wird das durch den Monokornmörtel, dessen Vorteile wir im Innen- und Außenbereich vorstellen.“
„Einer unserer Schwerpunkte ist die Dachbegrünung – insbesondere von Flachdächern. Gründächer verbessern das Umwelt- und das Stadtklima. Dachziegel mit Nano-Beschichtung wandeln wiederum Abgase um. Und außerdem betrachten wir Möglichkeiten zur Ableitung von Regenwasser.“
„Moderne Heiztechniken wie Gas- und Ölbrennwerttechnik, Wärmepumpen und Mikro-KWK-Anlagen sind nur einige Beispiele, Energie zu sparen. Moderne Mess- und Regeltechniken, Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Dichtheitsprüfung häuslicher Abwasseranlagen tragen ebenfalls zum Umweltschutz bei.“
„Wir nähern uns dem Thema von zwei Seiten: Zum einen geht es um die Verarbeitung von ökologischen Baustoffen bei Umbau und Sanierung. Auf der anderen Seite bekommen wir es dann natürlich auch mit der Entsorgung chemischer Bausubstanzen zu tun.“
„Wir zeigen die Fassadenrenovierung mit mineralischen Baustoffen. Der Umweltschutz steht im Fokus. Es sind die Innungen, die den Kunden über die Möglichkeiten informieren. Und dazu nutzen wir die Öko-Tage gern.“
„Auch im Bereich Türen- und Fenster spielt die ökologische Seite eine wesentliche Rolle. Aber nicht nur dort. Denkt man an die Oberfläche von Möbeln, gibt es diverse Varianten diese vor Außeneinflüssen zu schützen. Geölt, gewachst oder eine andere Technik – vieles geht heute, ohne der Umwelt Schaden zuzufügen.“