Herr Paß, traditionell wurde der Rü-Cup immer durch den Oberbürgermeister eröffnet. Auch Sie übernehmen bei der Neuauflage die Schirmherrschaft. Pflichtprogramm für einen OB oder sind Sie mit Spaß dabei?
Reinhard Paß: Natürlich bin ich mit Freude dabei. Ich freue mich immer über sportliche Veranstaltungen, die der ganzen Familie Spaß bereiten. Ich kann daher auch nur alle Kinder ermutigen, sich zahlreich für das Kinderrennen anzumelden.
Hat eine solche Veranstaltung auch Auswirkungen für die Stadt Essen?
Reinhard Paß: Veranstaltungen wie der RÜ-Cup bereichern das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt. Hier wird nicht nur Sport getrieben, hier treffen sich Alt und Jung und haben gemeinsam Spaß.
Steigen Sie auch hin und wieder auf den Drahtesel?
Reinhard Paß: Wenn ich die Zeit finde, fahre ich sehr gerne Fahrrad und genieße dabei die Natur, die Ruhe und die Bewegung. Deshalb bedauere ich sehr, dass mir nicht sehr viel freie Zeit bleibt, um sie auf dem „Drahtesel“ zu verbringen.
Dass der Rü-Cup im Kulturhauptstadtjahr stattfindet, ist eher Zufall. Dennoch: Wie viel Kultur sehen Sie in einer solchen Veranstaltung?
Reinhard Paß: Im engeren Sinne ist der RÜ-Cup natürlich eine Sport- und keine Kulturveranstaltung. Kultur im weiteren Sinne beschreibt aber auch die Art und Weise des Zusammenlebens von Menschen. So verstanden sind Veranstaltungen wie der RÜ-Cup Anlässe, bei denen die Menschen zusammenkommen und sich gemeinsam über ein Ereignis freuen.
Ein Derny-Rennen für Elitefahrer, ein Rennen der Elite-Amateure, ein Junioren-Rennen und ein Mini-Giro für Jungen und Mädchen werden ausgefahren. Auf welchen Wettbewerb freuen Sie sich am meisten?
Reinhard Paß: Aus meiner Sicht hat jedes Rennen seinen eigenen Reiz. Die Rennen der Elitefahrer und der Elite-Amateure werden Publikumsmagnete sein. Ich freue mich aber besonders, wenn junge Menschen ihre Leistungsfähigkeit im Wettkampf unter Beweis stellen. Deshalb werden diese Rennen Highlights für mich sein.
„Mir ist es wichtig, über den Tellerrand zu blicken, also nicht nur im Bundestag Parlamentarier, sondern auch vor Ort zu sein. Man sollte immer wieder gucken, was eigentlich vor der eigenen Haustür los ist. Da gehört es genauso dazu, mit einer Delegation nach Saudi Arabien zu reisen und dort für die Menschenrechte zu kämpfen, wie sich aus dem Aus- und Inland Anregungen zu holen, was man besser machen könnte. Dabei ist es toll, immer wieder sehr gute Beispiele aus meiner Heimatstadt Essen mit nach Berlin zu nehmen. Es ist wichtig, immer nah bei den Menschen zu sein und zu erfahren, welche Auswirkungen Entscheidungen, die wir im Bundestag treffen, für diese Menschen haben. Besonders beeindruckend fand ich mein letztes Praktikum in Essen. Ich durfte einen Tag lang zwei Betreuern über die Schulter gucken, die kranken, behinderten und psychisch kranken Menschen eine Rechtsberatung bieten. Ich fand es sehr spannend, dabei auch mit den Klienten im Gespräch zu sein und zu erfahren, wo die Schwierigkeiten liegen.“
„Gerade im Bürgerverein, in dem sich die meisten ehrenamtlich engagieren, ist man aufeinander angewiesen. Da wirft einen der Tod eines Mitglieds und Freundes schon aus der Bahn. Mit Hans-Steinforth ist ein Bredeneyer Urgestein und fabelhafter Kunsthistoriker überraschend von uns gegangen. Wir bei ‚bredeney aktiv‘ müssen jetzt überlegen, wie es weitergeht.“
„Ich lebe seit 20 Jahren in Deutschland. Als gebürtiger Holländer fühle ich mich hier in Essen-Werden aber pudelwohl. Dass ich mit meinem Herrenmoden-Geschäft nun Jubiläum feiere, bestätigt mich in meiner Arbeit. Meine treueste Mitarbeiterin ist dabei meine Hündin Nica. Sie passt auf die Kunden auf, wenn ich gerade beschäftigt bin.“